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10 Tipps für mehr Stauraum im Haus

05.10.2017

Eine möglichst klar geordnete Wohnumgebung sorgt eindeutig dafür, dass wir uns wohler fühlen. Darum lohnt es sich, allen Dingen von Anfang an, ihren Platz einzuräumen. Mit diesen 10 Stauraum-Tipps gelingt‘s kinderleicht.

Wandschrank Cabinet

Maßgefertigte Einbauschränke machen aus kniffeligen Ecken praktische Stauräume und nutzen jeden zur Verfügung stehenden Zentimeter bis unter die Decke aus. Die Gleittüren lassen sich nahezu geräuschlos und auf Wunsch sogar automatisch öffnen und schließen. Foto: Cabinet


1. Im Ruhebereich

Vor allem im Schlafzimmer können allzu viele herumliegende Sachen für Unruhe sorgen. Sie lenken ab und stören buchstäblich bei der Nachtruhe. Wo der Platz vorhanden ist, sieht man am besten einen begehbaren Kleiderschrank vor. Dieser abgetrennte Raum bietet weit mehr Platz als konventionelle Möbel und wesentlich freiere Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Schiebetür vor einer Wand reicht bereits. Hinter ihr liegen Regale und Kleiderstangen. Wer dann noch Schranksysteme mit Kleiderlift und höhenverstellbaren, elektrisch gesteuerten Stangen wählt, bekommt den perfekten Komfort. Besonders praktisch: In diesem Kleiderschrank verschwinden auch Bügeleisen, Bettwaren und Staubsauger mühelos.

Begehbarer Kleiderschrank in weiß

Individuell und passgenau für jede noch so knifflige Situation: Auch für begehbare Kleiderschränke eignen sich maßgefertigte Möbel ganz besonders, da so jeder Winkel genutzt wird. Viel Spiel für kreative Raumplanung bieten unterschiedlichste Kombinations- und Ausführungsmöglichkeiten. Foto: deinschrank.de

 

2. Fürs Wohlfühl-Bad

Das Badezimmer bietet eine besondere Herausforderung an das Sortieren und Abwägen zwischen Sachen, die regelmäßig, also täglich benutzt werden und solchen, die man nur ab und zu benutzt. Oft gebrauchte Utensilien sollten leicht zugänglich oder gar offen an Haken, auf Ablagen und Regalen platziert werden. Doch Vorsicht: Sammelt sich zu viel auf offenen Ablageflächen, wird aus der Wellness-Oase eine unübersichtliche, kramige Abstellkammer, in der sich niemand gerne aufhält. Besser ist, man sieht außerdem ausreichend geschlossene Schränke vor. Spiegelschränke und Waschtischunterschränke nehmen praktisch keinen zusätzlichen Platz ein und die verstauten Kosmetik- und Hygieneartikel sind hier direkt greifbar.

Waschtisch Unterschrank Vitra Bad

Die neue Badkollektion „Sento“ beinhaltet Sanitärkeramik in verschiedenen Größen plus passendem Mobiliar im skandinavischen Stil. Der Waschtischunterschrank ist z.B. von 50 bis 130 Zentimeter Breite zu haben und wahlweise mit ein oder zwei großräumigen Schubladen ausgestattet. Foto: Vitra-Bad

 

3. Lauter Kinderkram

Clevere integrierte Lösungen, sei es als Einbauschrank, Podest oder Hochbett, das zusätzlichen Platz darunter bereithält wie auch Bettkästen oder Sitzmöglichkeiten, unter denen sich Stauraum bietet, sind im Kinderzimmer ganz besonders geeignet, um hier möglichst viel Freifläche zu belassen. Damit dem Nachwuchs von vornherein ausreichend Platz zum Spielen, Toben und Ausruhen zur Verfügung steht, sollte übrigens eine gewisse Raumgröße – von etwa 12 Quadratmetern – möglichst nicht unterschritten werden. Wichtig ist bei der Möblierung auch zu bedenken, dass sie kindgerecht, leicht und sicher händelbar ist.

Kinderzimmer Aufbewahrungsboxen

Dieses Regalsystem ist so einfach wie genial: Die farbenfrohen Würfel, deren Größe die Formate von Büchern, Schallplatten, CDs und DVDs aufnehmen, lassen sich nach Lust und Laune kombinieren und anordnen. Durch ein Stecksystem braucht man dafür nicht einmal Werkzeug. Foto: Cubit

 

4. Garderoben-Dienst

Damit Jacken, Schuhe, Taschen und Schirme nicht beim Reinkommen und Verlassen des Hauses den Weg versperren oder gar zur Stolperfalle werden, ist eine gut organisierte Garderobe vor allem im Familienhaushalt unumgänglich. All diese Dinge, die zum Teil täglich griffbereit sein müssen, brauchen einen festen Platz. Sollen sie auch nicht zum optischen Störfaktor werden, bieten sich eher Schränke und Kommoden und Garderobennischen im Gegensatz zu einfachen Haken und Regalen an. Auch hier können Schiebetüren, hinter denen spezielle Systeme Ordnungshilfe bieten, eine gute Lösung sein. Einbauschränke, die beim Innenausbau direkt mit eingeplant werden, nehmen später keine Bewegungsfläche ein.

Naturdesign Schrank

In Form eines Apotheker-Auszugs verschwindet diese Garderobe nach Gebrauch unsichtbar in der Flurwand. So ist garantiert nichts im Weg und Jacken und Mäntel verschwinden sicher aus dem Blickfeld. Foto: Baufritz

 

5. Wohn-Künstler

Lesen, Fernsehen, gemütlich zusammensitzen: All das ist angenehmer in einer aufgeräumten Atmosphäre. Gerade Familien mit Kindern sollten daher auch im Wohnzimmer ausreichend Staufläche für Bücher, Spiele, Schallplatten und CDs vorsehen. Hübsch dekoriert bzw. ordentlich aufgereiht kommen diese Dinge auch in offenen Regalen schön zur Geltung. Die Regalwände können übrigens auch mal platzsparend über die Zimmertür geführt werden. Wem Dekorieren weniger liegt, greift besser auf Schubladen und geschlossene Schränke oder Kommoden zurück. Dezent und praktisch ist außerdem Mobiliar – ob Couchtisch oder Sitzbank – mit integrierten Fächern.

Studimo Schwenktür

Die Balance zwischen praktischem Stauraum und gestalterischem Freiraum schaffend, bietet „Studimo“ mit hochwertigsten Lacken und edlen Holzausführungen vom kleinsten Regal bis zum kompletten Innenausbau vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Foto: interlübke

 

6. Belebte Ecken

Selbst im Neubau ergeben sich hier und da sogenannte tote Ecken. Diese Flächen  unter Treppen, Dachschrägen oder in Nischen sollten nicht ungenutzt verschenkt werden: Sie lassen sich hervorragend für Einbauschränke nutzen und bieten hier reichlich Stauraum, ohne zusätzliche Fläche des jeweiligen Raums einzunehmen. Einbauschränke lassen sich überdies direkt in die Grundrissplanung einbeziehen und von Fachbetrieben, Zimmereien und Möbelherstellern passgenau anfertigen. Kleiner Tipp: Schließen Türblätter und Schubläden flächenbündig mit den Wänden ab, wirken die Räume ruhiger und auch optisch größer.

Schrankfront unter der Treppe

Ob mit offenen Regalen oder mit Schubladen- und Schrankfronten der Platz unter der Treppe ist zur Nutzung als Staufläche geradezu prädestiniert. Foto: Frammelsberger

 

7. Ordnungs-Rezept

Ähnlich wie Bäder brauchen vor allem Küchen ein besonders durchdachtes Stauraumkonzept: Hier gilt es nicht nur Töpfe, Pfannen und Essgeschirr je nach Häufigkeit des Gebrauchs zu sortieren, auch Lebensmittel und allerlei Küchengeräte etc. wollen verstaut werden. Maßgefertigte Einbauschränke, intelligente Schrank- und Ordnungssysteme mit Innenschubkästen und moderner Beschlagtechnik bieten vielfältige Lagerkapazitäten, erleichtern den Überblick und lassen sich komfortabel nutzen. In kleinen Räumen sind ausziehbare Apothekerschränke ratsame Stauraumwunder. Zudem empfiehlt es sich hier, in die Höhe zu gehen: In den oberen Fächern werden seltener genutzte Dinge wie Vasen, Fondue, große Schüsseln und Servierplatten untergebracht.

Stauraumwunder Küche

Hier entsteht zusätzlicher Stauraum durch ein praktisches Schiebetürensystem. Werden die kleinen Küchenhelfer nicht mehr benötigt, verschwinden sie elegant hinter den schlichten Schiebefronten. Foto: AMK

 

8. Zwischenraum

Wo kein Keller vorhanden ist, sollte es in der Regel einen Hauswirtschaftsraum geben. In diesem Raum kommen Putzmittel- und geräte, Hobbyausrüstung, Waschmaschine – sofern nicht im Bad untergebracht – und auch Lebensmittel zur Lagerung unter. Kurz: alles, was nicht draußen untergebracht werden kann und nicht drinnen, im Wohnraum, gelagert werden soll. Oft fungiert der Hauswirtschaftsraum als Schleuse zwischen drinnen und draußen: Ein zusätzlicher Nebeneingang führt raus in den Garten oder zur Garage, und es gibt einen Zugang zur Küche. So schafft er kurze Wege.

Arbeitstisch Rimforsa

Der Arbeitstisch „Rimforsa“, entworfen von Designerin Ehlén Johanson, hält mit zwei tiefen Regalböden plus Schubfächern jede Menge Platz zum Verstauen bereit. Dabei bleiben die Dinge immer griffbereit. Foto: IKEA

 

9. Vorm Haus

Garage, Carport, Gartenhaus und Schuppen beherbergen je nach Größe Fahrräder, Kinderanhänger, Winterreifen und Skiausrüstung. Hierzu bieten beispielsweise Fertiggaragenhersteller ausgeklügelte Innenraumsysteme, sodass sich hier ein sicherer Aufbewahrungsort ergibt. Zu bedenken ist, dass  Garagen, die direkt an das Haus anschließen, zwar frostgeschützt sind, doch vor allem im Abstellraum am Carport besser nur witterungsbeständige Dinge untergebracht werden.

Geräteschuppen Garten-Q

Dieser Geräteschuppen bietet von drei Seiten besonders komfortablen Zugriff.Ausgestattet mit Werkzeugwand, Regalsystem und Gartenschrank, ist er zudem durch einen abschließbaren Unterstand für Fahrräder ergänzbar. Ab 1 999 Euro. Foto: Garten-Q

 

10. In die Tiefe

Der Keller stellt seit jeher die klassische Lager- und Aufbewahrungsfläche dar. Je nachdem, ob mit oder ohne entsprechender Dämmung, kann er als purer Nutz- oder zusätzlicher Wohnkeller realisiert werden. Er bietet nicht nur Platz als Vorratskammer, hier kommen auch die Hobbyausrüstung oder bei entsprechender Ausführung, Fitnessraum, Wellness-Oase, Trockenkeller, Haustechnik oder sogar zusätzliche Wohnräume unter – und das spart kostbare Fläche in den oberen Geschossen. Neben Schwerlast- und herkömmlichen Regalen bieten sich hier auch spezielle Lamellenleisten und -wandsysteme an, an deren Haken vom Werkzeug bis zum Fahrrad alles Platz an der Wand findet und so Fläche spart. Zusätzliche Kosten für ein Kellergeschoss belaufen sich auf etwa 40 000 Euro.

Weinkeller

Wein wird wegen der geringeren Temperatur traditionellerweise im Keller aufbewahrt. Wer edle Tropfen längere Zeit lagert, kann mit speziellem Heizungssystem eine automatische Temperaturregelung vornehmen. Foto: Kellerbau

(aus der Zeitschrift bauen. 6/7-2017)