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Boden zum Bestaunen

09.04.2018

Frei gestalten, mit den lebendigen Dessins der Beläge für den Boden spielen – ob Parkett, Laminat, Kork oder die neuen Design- und Multilayer-Böden, Bodengestaltung bedeutet Individualiserung.

Dielen-Elemente - Boden. Foto: Parador

Die Dielen-Elemente dieser beiden Parkett-Sortimente sind kombinierbar und schaffen Raum für unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten am Boden. OAK natural, Modul 3 mit OAK white, Modul 3 aus der Hadi Teherani Kollektion Open Frameworks von www.parador.de

Der Bodenbelag als Ausdruck der Persönlichkeit „Unique Youniverse“ inspirierte als Leitthema zum aktuellen Trend der Individualisierung bei den „Framing Trends“ der Bodenbelags-Leitmesse DOMOTEX in Hannover und ist auch bei den Herstellern von Designbelägen, Laminat, Parkett, Teppichböden und handgefertigten Teppichen angesagt.
Aber nicht nur die kreativen Köpfe der „Framing Trends“, auch die Hersteller der diesjährigen DOMOTEX hatten einiges und vor allem sehr viel Unterschiedliches zum Leitthema und Trend „Unique Youniverse“ zu bieten. Insbesondere neue Möglichkeiten der Digitaldruck-Technologie veranlassten Anbieter dazu, täuschend echte Fotomotive auf Designboden und Laminat zu bannen.
Holzoptiken sind nach wie vor Topseller und Liebling der Branche. Ob Designboden, Laminat oder gar Parkett – übergreifend zeigt sich, dass Used-Look und Rustikalität zugunsten einer puren Natürlichkeit nachlassen. So etwa Parkett in handgehobelter Oberfläche, das sich alles andere als glatt anfühlt.

Boden - Holzplanken - Couch. Foto: kwg-kork

Als mineralischer Designboden bezeichnet werden hier farbchangierende Holzplanken mit lebendigem Holzdekor nachempfunden. Der Digitaldruck des Dekordesigns ist lichtecht. Basis ist eine 6 mm dünne wasserfeste mineralische Trägerplatte. Java Schlosseiche von www.kwg-kork.de.

Kleinteilige Muster für den Boden liegen im Trend

Zu den großformatigen Dielen, die in den vergangenen Jahren im Trend lagen, gesellen sich jetzt kleinteilige Muster wie Fischgrät, Mosaike oder die Verlegung von unterschiedlichen Beizungen, die an einen Boden aus Schiffsplanken erinnern. Ganz individuell lassen sich auch Designbeläge mittels Wasserstrahltechnologie nach persönlichen Maßen und Formatwünschen zuschneiden.
Viel Aufmerksamkeit wurde den neuen „starren“ Designböden (Luxary Vinyl Tiles, LVTs) geschenkt. Produkte wie „Rigid Board“, die zwar nur eine Höhe von fünf Millimeter besitzen, dank mehrerer Schichten aber ein Durchdrücken des Untergrunds (Telegraphiereffekt) verhindert. Auch an Bezeichnungen wie SPC, Solid Polymer Core – also ein starres Trägermaterial, das nicht auf Basis von HDF (hoch verdichtete Holzfaserpatte) aufgebaut ist – muss man sich als Endkunde zukünftig gewöhnen. Der Verband der Hersteller von modularen mehrschichtig aufgebauten und schwimmend zu verlegenden Bodenelementen (MMFA) arbeitet derzeit an einer europaweiten Vereinheitlichung der Begriffe bezüglich dieser neuen Bodenbelagsgeneration.

Boden - Laminat - Holzoptik. Foto: logoclic

Curvy Oak ist ein Laminatfußboden, der in jeder Hinsicht wie von der Natur gemacht ist. Denn er verbindet nicht nur Eleganz mit einer täuschend echten Holzoptik, sondern sorgt auch für einen Blickfang – dank wellenförmig ausgeprägter optischer Fugenverläufe. www.logoclic.info

Materialkombinationen für den Boden

Denn auch mit dem weit verbreiteten Verzicht auf das Material  PVC kommen im Bereich der „Vinyl“-Beläge auch ganz neue Materialien und Materialkombinationen für den Boden auf den Markt. Designböden sind dann nicht mehr ausschließlich Beläge auf PVC-Basis, also Vinylböden, sondern mit den u. a. als Bioböden bezeichneten Alternativen bilden andere Kunststoffe die Werkstoffbasis.
Und ausgestattet mit einem multiplen und zum Teil komplexen Schichtenaufbau werden auch die Probleme der thermischen Verformbarkeit und Format-Instabilität zukünftig keine Rolle mehr spielen.

(aus der Zeitschrift Bauen & Renovieren 3/4-2018)

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