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Gestaltungstipps für den Eingangsbereich

13.03.2019

Wer sich sein absolutes Traumhaus errichten kann, ohne auf begrenzende Maße oder kostspielige Sonderanfertigungen achten zu müssen, der wird sich kaum um Mindestmaße von Räumen scheren und ein Haus der Kategorie „Luxushaus“ errichten. Groß und ausladend sind dann meist alle Räumlichkeiten dimensioniert– vom Eingangsbereich bis hin zum Badezimmer.

Fünf Quadratmeter sind das Minimum
De facto gibt es aber in den Häusern von heute häufig ein Stiefkind und dieses heißt „Eingangsbereich“. Möglichst wenig Platz soll er „verbrauchen“. Lieber sollen Küche und Wohnbereich mehr von der fest fixierten Grundfläche abbekommen. In der Praxis jedoch empfehlen Experten mindestens fünf Quadratmeter für den Eingangsbereich zu reservieren. Wie es um die anderen Raumwerte bestellt ist und was auf den fünf Quadratmetern Eingangsbereich Platz finden soll, verrät dieser Beitrag.

Die Empfehlung zur Mindestgröße von Wohnräumen lautet so
Eins vorweg: Wer räumlich und finanziell nicht begrenzt ist, kann und sollte auch individuelle Schwerpunkte setzen. Das heißt: Gerne dürfen dann Wohn- und Essbereich größer ausfallen. Auch wer sich eine Wellnessoase im Badezimmer wünscht, tut gut daran, dieses größer zu dimensionieren.

Als Empfehlung der Bauexperten sind hingegen diese Richtwerte zu verstehen:

  • Ess- und Wohnbereich sollen 30 Quadratmeter umfassen.
  • Die Küche misst zwischen zehn und 15 Quadratmeter, je nachdem ob sie offen oder geschlossen gestaltet wurde.
  • Kinder- und Schlafzimmer sollten eine Mindestgröße von 12 Quadratmeter nicht unterschreiten.
  • Acht Quadratmeter sind das Minimum für das Badezimmer.

Und wie bereits erwähnt, sollte der Eingangsbereich tunlichst die Fünf-Quadratmeter-Marke nicht unterschreiten. Was eben dort Platz finden sollte, zeigen die folgenden Tipps zur funktionalen und modernen Einrichtung des Eingangsbereichs.

So sieht die moderne Garderobe von heute aus: Mehrere Teile lassen sich kombinieren

Gestaltungstipps für den Eingangsbereich. pixabay.com © ales_kartal (CC0 Public Domain)
Dieser Eingangsbereich wirkt nicht nur aufgrund der weißen Farbe hell und freundlich. Auch die Aufteilung in Schränkchen, Kommode, Spiegel und Garderobenhaken sorgt für ein lockeres Gesamtbild. Foto: pixabay.com © ales_kartal

Die Zeiten von mächtigen, großen Schränken sind vorbei. Stattdessen besteht eine moderne Garderobe für den Flur heute aus mehreren Bestandteilen, die gut und gerne fünf oder gar sechs Möbelteile umfassen kann. Das macht das Konstrukt praktisch und weniger klobig zugleich.

Eingangsbereich: Schuhe, die täglich benutzt werden, können auf einem offenen Schuhregal stehen.
Wohin mit den Schuhen? Diese Frage stellen sich viele und vor allem Frauen. Im Schuhschrank ist der beste Platz für alle Schuhe. Die, die tagtäglich benutzt werden, können auf einem offenen Schuhregal stehen. Foto: pixabay.com © moerschy

Dies sind die häufigsten Bestandteile moderner Garderoben:

  • Eine Truhe mit oder ohne Schubladen eignet sich gut, um darin Taschen unterzubringen. Auch für Mützen und Schals ist darin Platz, wenn sie geschlossen ist. Alternativ gibt es eine kleine Bank. Darauf kann man bequem sitzen und sich die darunter stehenden Schuhe anziehen.
  • Gibt es kein klassisches Schuhregal, auf dem die soeben getragenen Schuhe der Familie abgestellt werden können, muss für diese ein weiterer Platz am Boden eingerechnet werden. Idealerweise stehen sie auf einem Fußabstreifer, um den Schmutz eben dort zu lassen.
  • Der große Schrank ist idealerweise für Jacken und Mäntel reserviert. Alternativ bieten Garderobenhaken genug Platz für Jacken, so dass der große Schrank als Schuhschrank genutzt werden kann.
  • Die kleinere Kommode bietet Platz für Schuhe, kann ein Innenleben als Schuhschrank haben und hat meist in der obersten Etage eine Schublade. Diese hat vor allem einen Sinn: Sie soll verhindern, dass Geldbeutel, Schlüssel und alles, was beim Verlassen des Hauses benötigt wird, ob auf liegen und für Unordnung auf den ersten Blick sorgen.
  • Über der kleinen Kommode hängt in aller Regel ein mehr oder weniger groß dimensionierter Spiegel. Dieser dient dazu, einen letzten prüfenden Blick hinein zu werfen, bevor das Haus verlassen wird.
  • Die offene Garderobe selbst ist heute meist recht schlicht gehalten. Familien schätzen Garderobenhaken im oberen und unteren Bereich. So kann der Nachwuchs leicht zur Selbstständigkeit erzogen werden. Wer feinere Jacken an der Garderobe platzieren wird, sollte eine Stange platzieren, an der Jacken und Mäntel auch auf dem Bügel hängen können. Die alte Hutablage von anno dazumal wird meist zum Dekorieren genutzt.

Fazit: Verschiedene Bestandteile sorgen für einen lockeren Eingangsbereich
Die Kombination mehrerer Bauteile im Eingangsbereich sorgt dafür, dass dieser vergleichsweise offen und ansprechend wird, auch wenn sie dennoch für Stauraum im Eingangsbereich sorgt. Eine komplette Schrankwand wird hingegen eher selten platziert. Wer nicht über die empfohlenen fünf Quadratmeter im Eingangsbereich verfügt, kann Teile der Garderobe einzeln platzieren oder aber auch nur Einzelteile erwerben.

Am wenigsten Platz in Anspruch nimmt eine Garderobenleiste an der Wand. Aber Achtung: Diese sollte nicht zu nah an der Eingangstür platziert werden, da dicke Winterjacken sonst regelmäßig für ein erschwertes Betreten des Eingangsbereichs und des Hauses sorgen. Horizontal aufgehängte Garderobenhaken wirken zwar optisch meist langweiliger als die vertikalen Modelle, offerieren aber mehr Hängemöglichkeiten als moderne vertikale Modelle. Bei diesen nämlich gibt es ans unterste Kleidungsstück oder an die unten hängende Tasche kaum ein Durchkommen.

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