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Gesund wohnen im neuen Haus

08.06.2018

Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel. Deswegen sollte unsere Atemluft möglichst gesund und frei von gefährdenden Schadstoffen sein. Diese können wir nicht überall beeinflussen – aber beim Bau unseres neuen Zuhauses durchaus! 

Gesund wohnen ist dieser Familie sehr wichtig. Foto: Baufritz

Wie wichtig ein gesundes Heim ist, erfuhren Barbara und Bernd Maier und ihre drei Kinder am eigenen Leib: denn ihr altes Zuhause machte sie krank. Erst ein baubiologischer Neubau von Baufritz sicherte ihnen die Rückkehr in ein gesundes Leben. Foto: Baufritz

Hier finden Sie eine Auswahl von Baufritz Häusern >>

Ein durchschnittliches Haus besteht aus etwa 400 unterschiedlichen Bauprodukten. Nicht alle davon wirken sich unmittelbar auf die Luft in den Innenräumen aus. Wenn Sie es aber tun, kann das mitunter drastische Folgen für die Bewohner haben: Denn Emissionen aus Baumaterialien können unter Umständen krank machen. Die Liste der Schadstoffe und der daraus resultierenden Beschwerden ist umfangreich: Das beginnt bei unangenehmen Gerüchen, die einfach nur stören, reicht über Hausstaub, der empfindlichen Menschen das Atmen erschwert oder die Augen tränen lässt bis hin zu Ausdünstungen, die lebensbedrohliche Krankheiten, wie Krebs auslösen können.

Was ist gesund?

Das Problem bei der Bewertung von Wohnräumen die gesund sind ist, dass natürlich auch die persönliche Disposition der Bewohner eine Rolle spielt. Was bei dem einem schon zu schwerwiegenden Beschwerden führt, fällt dem nächsten, der sich einer robusteren Natur erfreut,  gar nicht auf. Viele Luftschadstoffe, die zwar bei geringer Konzentration keine akuten Beschwerden verursachen, stehen außerdem in Verdacht, über eine lang anhaltende Wirkungsdauer zu Gesundheitsschäden zu führen. Ein Beispiel dafür ist der Feinstaub, der in den letzten Monaten für rege Diskussion gesorgt hat.

Während aber die Mindestqualität der Außenluft im Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt ist, gibt es für die Güte der Luft in unseren Wohnhäusern keine rechtlich bindenden Vorschriften. Die Europäische Bauproduktenverordnung regelt zwar, dass Bauwerke nicht gesundheits- und umweltschädlich sein dürfen sowie hygienischen Anforderungen entsprechen müssen, aber es gibt keine exakte Detailregelung, die angibt, ab welchen Konzentrationen ein Stoff gesundheitsgefährdend oder umweltschädlich ist. In Deutschland arbeitet man stattdessen mit dem Richtwertkonzept des Ausschusses für Innenraumrichtwerte (AIR) beim Umweltbundesamt. Dessen durchaus empfehlenswerten Richtwerte sind aber eben nur Richtwerte und daher nicht allgemein verbindlich.

Dicke Luft?

Erschwerend kommt hinzu, dass die Energieeinsparverordnung, die dafür sorgt, dass die CO2-Belastung der Umwelt durch unsere Gebäude reduziert wird, sehr luftdichte Bauweisen fordert. Konnten Schadstoffe früher durch „undichte“ Bauteile aus dem Wohnraum entweichen, bleiben sie heute drin. Das kann im Neubau zu hohen Schadstoffkonzentrationen führen (siehe Grafik unten). Deswegen ist es für gesundheitsbewusste Neu-Bauherren wichtig, auf schadstoffarme Baustoffe und Bauweisen zu achten.

Gesund wohnen mit guter Luft. Grafik: Sentinelhaus

Aufgrund der vorgeschriebenen dichten Haushülle bei Neubauten können Luftschadstoffe kaum noch aus den Wohnräumen entweichen. Für ein gesundes Wohnumfeld empfiehlt sich daher die Verwendung von schadstoffreduzierten Baustoffen. www.sentinel-haus.eu

Orientierung bei der Bewertung der vielfältigen gesundheitsrelevanten Aspekte eines Bauproduktes bieten dem Verbraucher verschiedene Label. Deren Aussagekraft variiert stark, weswegen zu erhöhter Aufmerksamkeit zu raten ist: Denn heutzutage ist „Gesundheit“ ein in der Werbung viel verwendeter Begiff. Aufgrund der mangelnden rechtlichen Standards, sind manche Angebote eben nur relativ gesund. Vier empfehlenswerte Baustofflabel haben wir rechts für Sie aufgeführt.

Wissen ist wichtig

Leider können auch mit diesen Labels ausgezeichnete Produkte in der Summe negative Auswirkungen entwickeln und nicht gesund sein. Ein Beispiel: Durch die chemische Reaktion eines als gesund gelabelten Fußbodenklebers mit einem ebenfalls an sich unbedenklichen Fußbodenbelags können schädliche Emissionen und so ein mangelhaftes Ergebnis entstehen. Daher bedarf es beim gesunden Bauen auch eines entsprechenden Know-hows von Planern und Handwerkern.

Naturprodukte haben viele Vorteile. Foto: Baufritz

Herr Schindele: Haben Naturprodukte Vorteile? Abgesehen von Schadstoffen unterschiedlicher Art kann sich alles, was synthetisch ist, seien es nun Oberflächen, Böden oder Stoffe, elektrostatisch aufladen. Das wirkt sich sehr deutlich auf das Raumklima aus, da die Luftionisation durch Entladungsvorgänge stark beeinträchtigt wird. Wir Menschen nehmen das dann als schlechte oder verbrauchte Luft wahr. Natürliche Materialien hingegen können sich nicht elektrostatisch aufladen – ein weiterer positiver Nebeneffekt also, den man erzielt, wenn man sich bei der Einrichtung an Naturprodukte hält. Das gesamte Interview finden Sie in der bauen. 6/7-2018.

Weitere Infos zum gesunden Wohnen finden Sie im Internet unter www.baufritz.com

Ob man mit ausgewählten Hausherstellern, Architekten oder Handwerkern arbeitet: Die Einhaltung der gewünschten gesundheitlichen Qualität eines Hauses, wie z.B. der AIR-Richtwerte, muss im Bauvertrag stets individuell geregelt werden.
Letztere sind übrigens auch nur dafür vorgesehen, dass gesunde Menschen in ihrem Wohnumfeld nicht krank werden. Gesundheitlich bereits vorbelastete Bauherren sollten sich individuell von einem Umweltmediziner bzw. einem Baubiologen beraten lassen. Eventuell benötigen sie zusätzliche, speziell auf ihre Belange zugeschnittene Detaillösungen.  

(aus der Zeitschrift bauen. 6/7-2018 )

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