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Smarthome planen: 7 Tipps

02.09.2014


Egal ob Sie einen Kleiderschrank kaufen oder Ihr Haus mit intelligenter Steuerungstechnik ausrüsten wollen: Ein bisschen Vorbereitung muss sein. Mit diesen sieben Tipps fahren Sie auf jeden Fall richtig.

Tipp 1: Was darf‘s sein?
Für den einen ist Smarthome, wenn die Kaffeemaschine morgens automatisch startet, für andere muss jede Lampe zentral dimmbar sein. Die einzige Grenze sollte zu Beginn Ihre Vorstellungskraft sein. Schauen Sie sich zunächst um und überlegen Sie, welche dieser Anlagen Sie ferngesteuert und im Zweifel automatisiert nutzen wollen: Licht, Rollläden, Türschlösser, Heizung, Elektrogeräte, Energieerzeugung, Multiroom-Entertainment? Nehmen Sie sich mit Ihrer Familie Zeit und überlegen Sie sich gemeinsam, was Ihnen Spaß und Nutzen brächte.

Tipp 2: Welcher Aufwand?
Die nächste Frage können Sie selbst oder mit  der Hilfe eines Profis klären: Lohnt der geplante Aufwand eine komplette Neuverkabelung –  oder ist ein gut durchdachtes Nachrüstsystem die bessere, weil günstigere Wahl?

Tipp 3: Selbst oder vom Profi?
Sie wollen eher mit den einfachsten Stufen der Gebäudeautomatisierung experimentieren, also zwei, drei Stehlampen automatisch ein- und ausschalten und die Heizkörper-Thermostate ferngesteuert regeln? Dann sind Sie zunächst eher ein Kandidat für ein Do-it-Yourself-System à la Rademacher, Qivicon oder RWE SmartHome. Diese Systeme können einzelne Aufgaben gut bewältigen und kosten nur einen Bruchteil von schlüsselfertigen Systemen vom Profi.

Bei der Komplettausstattung eines Hauses mit Smart-Home-Technik stoßen sie aber schnell an Grenzen: Sobald Unterputz-Schalter und Aktoren installiert werden sollen, muss zwingend ein Profi-Elektriker her. Umfassende Heimsteuerungssysteme sollten Laien nicht selbst panen und einbauen. Nehmen Sie hier auf jeden Fall die Erfahrung und Planungskompetenz eines Profis in Anspruch.

Tipp 4: Flexibel oder stabil?
Fällt die Wahl auf ein fest installiertes System vom Profi, dann ist längst nicht ausgemacht, wie das aufgebaut und programmiert ist. Systeme auf Basis des KNX-Busses und eines zugehörigen Homeservers etwa bieten in der Regel ein Höchstmaß an Stabilität. Sie zählen aber auch zu den teuersten Lösungen, die obendrein bei jeder Änderung großen Programmieraufwand und damit weitere Kosten verursachen.

Es gibt auch günstigere installierte Lösungen, bei denen der Nutzer selbst in Steuer-Mechanismen eingreifen kann – zum Beispiel Digitalstrom. Wer unsicher ist, was das Richtige ist, der lässt sich für seine geplante Heimsteuerung mehrere Angebote mit verschiedenen Systemlösungen machen. 

Auch am heimischen Fernseher lässt sich ein Überblick über die Situation im Haus gewinnen: Wo ist das Licht an, welche Raffstore sind geöffnet oder geschlossen? Foto: WeberhausTipp 5: Optisch denken
Zur Heimsteuerung gehört eine Bedienoberfläche. Die kann je nach System standardisiert oder ganz individuell angepasst sein. Denken Sie bei der Auswahl daran: Sie werden die Menüoberfläche jeden Tag sehen – lieber eimal mehr darüber nachdenken und erklären lassen.

Tipp 6: Demo-Objekte
Es gibt immer mehr Smarthome-Musterhäuser und Ausstellungen, wo man sich intelligente Haustechnik live anschauen kann. Wenn Ihr Planer keinen solchen Showroom hat, dann können Sie ihn auch bitten, ein vorhandenes Kundenobjekt vorzuführen. Das dürfte in den meisten Fällen kein Problem sein, denn Kunden zeigen ihr Smarthome oft gern und mit Stolz her. 

Tipp 7: Immer nachfragen!
Sie geben für Ihr Smarthome in aller Regel viel Geld aus. Damit das gut angelegt ist, sollten Sie von Anfang an verstehen, was in Ihrem Haus wann und warum vor sich geht. Ein guter Planer ist stets in der Lage, Ihnen alle Schritte und Automatismen anhand seiner Pläne zu erklären. Wenn Sie etwas partout nicht verstehen: Fragen Sie nach, bis Sie es verstehen und so auch wollen. Oder lassen Sie es weg.

Hier finden Sie Smart-Home Experten und -Ausstellungen (PDF-Download)