Energieautarkie für die Zukunft

unabhängige Energie
Foto: Okal

Vor den Toren Berlins steht ein neues Ausstellungshaus, das zeigt, wie man sich mit einem neuen Zuhause von fossiler Energie fast komplett unabhängig machen kann. Energieautarkie ist die Zukunft.

Eine Autostunde bis zum Potsdamer Platz, direkt im Grünen und in Sichtweite vom Yachthafen an der Havel: Der Standort des neuen Musterhauses von Okal in Werder bei Potsdam ist unter einigen Gesichtspunkten nicht der schlechteste. Der Berliner Speckgürtel mit seinen vielen Seen ist beliebt bei Bauherren – bei jungen Familien übrigens ebenso wie bei älteren Ehepaaren – die die Nähe zur Hauptstadt mit der Ruhe des Landlebens kombinieren möchten. Auch das Musterhaus von Okal verbindet das Beste aus „zwei Welten“: modernste Bau- und Haustechnik mit einer klassisch maritim und sehr behaglichen anmutenden Wohnatmosphäre.

Man kann sich gut vorstellen, dass viele  Besucher des Musterhauses sich direkt zu Hause fühlen – und das ist natürlich gewollt: „Wir legen besonderen Wert auf eine für jedes Musterhaus individuell komponierte Ausstattung und suchen die passenden Einrichtungsgegenstände persönlich aus“, erklärt Okal-Geschäftsführer Wilfried Bolz. Blau und Weiß kombiniert mit warmem Holz und Leder prägen das Interieur des Musterhauses. Auf zwei Geschossen bietet es rund 180 Quadratmeter Wohnfläche.

Fertighaus Energieautarkie

Der maritime Einrichtungsstil der offenen Küche mit großem Essplatz ist inspiriert vom naheliegenden Yachthafen. Das kommunikative Zentrum des Hauses ist über große Fenstertüren mit Terrasse und Garten verbunden. Foto: OKAL Haus GmbH

Flexibel für die Zukunft

Für höchsten Komfort sorgt eine durchdachte und flexible Grundrissplanung: Mittelpunkt ist die moderne offene Küche mit großem Essplatz und angegliedertem Wohnbereich. Über große bodentiefe Fenstertüren orientiert sie sich zum Garten und der großen Terrasse. Ergänzend dazu befinden sich die privaten Schlafzimmer mit zwei komfortablen Bädern im Obergeschoss.

Aber auch die clever geplanten „Nebenräume“ im Erdgeschoss sind bemerkenswert: Der Hauswirtschaftsraum bietet zusätzlichen Abstellplatz und beherbergt die gesamte Haustechnik. Die momentan als Büro genutzten Zimmer im Erdgeschoss, könnten auch als Gästezimmer, für Kinder im Teeniealter oder als eigenes Schlafzimmer genutzt werden, wenn einem einmal das Treppensteigen zu anstrengend werden sollte. Ein Duschbad macht das Wohnprogramm im Erdgeschoss komplett.

Fertighaus Energieautarkie

Nicht nur schön, sondern auch innovativ ist das neue Okal-Musterhaus: Es erzeugt genug Solarstrom, um auch ein Elektroauto mit selbst erzeugter Energie zu versorgen – dafür steht die Stromtankstelle von E3DC vor der Tür. Foto: OKAL Haus GmbH

Bauweise und Haustechnik sind ebenfalls mit Blick auf die Zukunft geplant. Als Effizienzhaus 40 Plus ist das Gebäude nicht nur extrem energiesparend, weil es kaum noch Heizenergie benötigt, um ein angenehmes Wohnklima zu garantieren, sondern erzeugt den größten Teil seines Energiebedarfs sogar selbst. Die clevere und perfekt aufeinander abgestimmte Kombination aus hoch gedämmter und winddichter Haushülle, sehr effizient arbeitender Wärmepumpen- und Lüftungstechnik reduziert den Primärenergiebedarf auf nur 40 kWh/m2K.

Da die gesamte Heiz- und Lüftungstechnik elektrisch betrieben wird, war die Kombination mit einer stromerzeugenden Photovoltaikanlage auf dem flach geneigten Satteldach eine logische Folgeentscheidung. Sie erzeugt ausreichend Energie, um zusammen mit dem sogenannten Hauskraftwerk – einer Batterie mit integriertem Wechselrichter – und der smarten Hausautomation im Jahresschnitt 70 Prozent des Energiebedarfes im Haus selbst zu decken. Die Mehrinvestitionen für diese Haustechnik lässt sich größtenteils über die staatliche Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau finanzieren und wird so für viele Bauherren eine realistische Zukunftsoption.

(aus der Zeitschrift bauen. 2/3-2018)

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