Gute Familienhaus Planung

Planung Familienhaus
Foto: Ikea

Ein flexibel und weitsichtig geplantes Familienhaus fördert ein harmonisches Zusammenleben und bietet seinen Bewohnern langfristig ein optimales Zuhause.

Nichts ist so beständig wie der Wandel – das wusste schon der griechische Philosoph Heraklit. Und es gilt insbesondere für den Lebensraum einer Familie. Hier kommen die unterschiedlichsten Ansprüche und Anforderungen zusammen und diese verändern sich stetig. Hierauf sollte der Wohnraum bestmöglich reagieren.

Bei der Hausplanung und dem Erstellen einer Bedarfsanalyse empfiehlt sich daher, langfristig zu denken. Fragen Sie nicht nur: Was brauchen wir heute?, sondern auch, wo später eine Nach- oder Umrüstung sinnvoll sein kann und wie Sie diese von Anfang an gut vorbereiten. Versuchen Sie sich nicht nur nach Standards zu richten, sondern betrachten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse.

Hausplanung für ein Familienhaus

Los gehts mit der Hausplanung für ein Familienhaus beim Eingangsbereich: Er ist der Übergang zwischen innen und außen. Wichtig ist hier, dass sich die Bewohner direkt zu Hause sowie Gäste gleich bei der Begrüßung willkommen fühlen. Für beides sind ausreichende Bewegungsflächen und eine Ordnung schaffende Möblierung ausschlaggebend: eine gut dimensionierte Garderobe und Einbauschränke für Schuhe, Jacken, Taschen usw.. Eine Sitzgelegenheit erleichtert das An- und Ausziehen.

Jacken, Schuhe und Taschen müssen verstaut werden und dennoch im Alltag griffbereit sein. Foto: Baufritz

Entscheidend ist die Lage der Treppe: Am besten platziert man sie abgerückt von der Haustür, um Engstellen zu vermeiden. Liegt sie im Windfang, bleibt die Möglichkeit, Erd- und Obergeschoss später gegebenenfalls separat zu nutzen – als Einliegerwohnung für den Nachwuchs oder eine Pflegekraft. Diese Lage unterstützt die akustische Trennung der Geschosse und vermeidet Durchgangsverkehr im Ess- und Wohnbereich des Familienhauses.

Ein offener Wohn-Ess-Kochraum ist familienfreundlich. So hat man beispielsweise kleine, im Wohnzimmer spielende Kinder selbst aus der Küche im Blick. Größere Kinder haben hier beim Hausaufgaben machen einen Ansprechpartner. Für das gemeinsame Kochen mit Freunden gibt es genügend Platz und Koch oder Köchin bekommen immer das restliche Familiengeschehen mit.

Die optimierte Grundfläche im Familienhaus reduziert außerdem Kosten. Allerdings gilt zu bedenken, dass ein offener Blick auf zu spülendes Geschirr, die steten Geräuschkulissen und Essensgerüche im gesamten Haus störend sein können. Eine Schiebetür zwischen den Bereichen oder das Zusammenlegen von Küche und Essraum mit separatem Wohnzimmer sind gute Alternativen, die ebenfalls Wege sparen.

Individuell & flexibel

Betrachten Sie bei der Hausplanung Ihre persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten! Vielleicht benötigen Sie nur ein kleines Fernsehzimmer oder eine gemütliche Lese- und Rückzugsecke? Oder Sie richten ein Spiel- und Bügelzimmer angegliedert an den Wohnraum ein, wenn das für Ihre Familie passt.

Eine Erweiterung des Wohnraums ins Freie, den Garten und auf eine geschützt liegende Terrasse, ist immer wünschenswert. Idealerweise mit großen Fenstern bzw. schwellenfreien Glasschiebetüren. So entsteht ein zusätzlicher Freiraum zum Spielen, Entspannen und gemeinsamem Essen.

Gute Balance im Familienhaus

Neben viel Platz für Gemeinsamkeit sind Rückzugsbereiche für jedes einzelne Familienmitglied wichtig. Kleinere Kinder teilen sich noch gerne ein Zimmer, spätestens in der Pubertät braucht aber jedes Kind seinen Rückzugsraum. Flexibilität bieten ein Spielflur oder ein großes Spielzimmer, das man später teilen kann. Außerdem bietet sich an, Schlaf-, Kinder-, Arbeits- und Gästezimmer in Anordnung und Zuschnitt für verschiedene Nutzungen variabel zu halten.

Ein offener Wohn-Essbereich mit Zugang zum Garten schafft eine großzügige Raumabfolge ohne Engstellen. Foto: www.initiative-pik.com

Kinderzimmer sollten gut belichtet sein und mindestens 12 Quadratmeter Wohnfläche umfassen, besser sind 15 bis 18. Eine flexibel nutzbare Einrichtung reagiert auf die verschiedenen Bedürfnisse von Kleinkindern und Jugendlichen.

Damit die Erwachsenen in einem Familienhaus ebenfalls nicht zu kurz kommen, entspannen und auftanken können, sind ein Elternbereich sowie separate Bäder sinnvoll. Diese Aufteilung entzerrt morgendliche Abläufe, was weniger Stress und ein harmonischeres Familienleben mit sich bringt. Platz für eigene Hobbies ist ebenfalls ein echter Gewinn.

Wichtig sind im Familienhaus pflegeleichte, sichere und wohngesunde Materialien und viel Tageslicht. Weiche Bodenbeläge mit Trittschalldämmung und ein entsprechender Deckenaufbau sorgen für gute Schalldämmung. Diese rundet das behagliche Familienwohnen ab und sollte immer Teil der Hausplanung sein.

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